Was gehört auf Ihre Online-Visitenkarte? Die Checkliste

Von der Redaktion von Business Cards Online | Veröffentlicht am | Ratgeber

Eine Checkliste Abschnitt für Abschnitt: was unbedingt auf Ihre Online-Visitenkarte gehört, welche Extras sich lohnen, welche Einstellungen Sie prüfen sollten und was Sie weglassen.

Auf Ihre Online-Visitenkarte gehören Name, Funktion, Unternehmen, ein gutes Foto oder Logo, mindestens zwei Kontaktwege, eine Schaltfläche „Kontakt speichern“ und eine klare Hauptaktion, etwa eine Terminbuchung. Links, Dokumente oder eine Galerie ergänzen Sie nur, wenn sie bei der Kontaktaufnahme helfen. Veraltete Angaben lassen Sie weg.

Warum eine Checkliste hilft

Eine Online-Visitenkarte bietet mehr Platz als Papier – und verleitet dazu, alles unterzubringen. In der Praxis funktionieren kurze Karten am besten. Sie werden auf dem Smartphone geöffnet, oft direkt nach dem Kennenlernen, und Ihr Gegenüber entscheidet in Sekunden, ob es Ihre Daten speichert. Diese Checkliste ist nach Wichtigkeit sortiert: Sie können aufhören, sobald die Karte ihren Zweck erfüllt. Den kompletten Ablauf der Einrichtung beschreibt unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung (auf Englisch).

1. Das Unverzichtbare

Wer Sie sind

  • Vollständiger Name – so, wie man Sie im Adressbuch suchen würde.
  • Funktion oder Leistung in klaren Worten: „Buchhaltung für kleine Unternehmen“ sagt mehr als „Finanzlösungen“.
  • Unternehmen oder „selbstständig“, wenn Sie auf eigene Rechnung arbeiten.
  • Foto oder Logo. Ein aktuelles, gut ausgeleuchtetes Porträt hilft, sich an Sie zu erinnern. Ein Logo eignet sich für Team- oder Firmenkarten.

Kontaktwege

  • Telefon mit Ländervorwahl, wenn Sie international arbeiten.
  • E-Mail-Adresse, die Sie tatsächlich lesen.
  • Messenger wie WhatsApp – nur, wenn Sie dort auch erreichbar sein möchten.
  • Schaltfläche „Kontakt speichern“, damit Ihre Daten direkt im Adressbuch Ihres Gegenübers landen.

Zwei bis drei Kontaktwege genügen. Sechs Schaltflächen, die alle dasselbe tun, machen die Karte unübersichtlich.

2. Eine klare Hauptaktion

Legen Sie fest, was Besucher nach dem Öffnen Ihrer Karte vor allem tun sollen, und machen Sie genau diese Schaltfläche am auffälligsten. Typische Beispiele:

  • einen Termin oder Rückruf buchen,
  • eine Anfrage senden,
  • Portfolio oder Leistungen ansehen,
  • eine Bewertung abgeben, wenn Sie bestehende Kunden darum bitten.

Terminbuchung, Anfragen und Bewertungen gehören bei unseren Produkten zum Tarif Business Add-ons. Der Tarif Brand Presence umfasst Profilangaben, Links, Dokumente, Galerie und Statistiken. Die vollständige Liste finden Sie auf der Seite zur Online-Visitenkarte.

3. Links mit Mehrwert

Setzen Sie einen Link nur, wenn er etwas zeigt, das die Karte selbst nicht zeigt:

  • Website – am besten die Unterseite, die zum Zweck der Karte passt, nicht nur die Startseite.
  • LinkedIn oder das eine soziale Profil, das Sie aktuell halten.
  • Portfolio für kreative und technische Arbeit.

Entfernen Sie Links zu Profilen, die Sie nicht mehr nutzen. Ein verwaister Account schwächt den Eindruck, den die Karte vermitteln soll. Ob Sie überhaupt eine Website brauchen, klärt unser Vergleich Online-Visitenkarte oder eigene Website.

4. Vertrauensbildende Inhalte (optional)

Diese Bereiche helfen neuen Kontakten bei der Entscheidung – aber nur, wenn die Inhalte echt und aktuell sind:

  • Kurzprofil in zwei, drei Sätzen: wem Sie helfen und wie.
  • Kundenstimmen, die Sie verwenden dürfen, mit Name und Funktion der Person.
  • Dokumente wie Broschüre, Preisliste oder Leistungsübersicht als PDF.
  • Galerie mit aktuellen Arbeiten.

Fügen Sie niemals Bewertungen oder Kundenlogos hinzu, die Sie nicht belegen können. Haben Sie noch keine, lassen Sie den Bereich weg.

5. Einstellungen vor dem Teilen prüfen

  • Sichtbarkeit und Reihenfolge – die Hauptaktion nach oben, leere Bereiche ausblenden.
  • Kontaktanzeige – legen Sie fest, welche Angaben öffentlich sichtbar sind. Etwa die E-Mail-Adresse, nicht aber die private Mobilnummer.
  • Passwortschutz – sinnvoll für eine Karte, die Sie nur mit Kunden teilen.
  • Statistiken – aktivieren Sie die Aufrufzählung, sofern Ihr Tarif sie enthält, um zu sehen, ob die Karte geöffnet wird.

6. Wege zum Teilen

Stimmen die Inhalte, richten Sie die Wege ein, über die Sie die Karte teilen:

  • den Link selbst, griffbereit zum Einfügen,
  • einen QR-Code auf dem Sperrbildschirm oder in Ihren Fotos für persönliche Treffen,
  • einen Link in der E-Mail-Signatur, damit jede Nachricht ihn enthält,
  • einen Wallet-Pass, sofern der Anbieter das unterstützt,
  • den Link in Ihren Social-Media-Profilen.

Ein kurzer Praxistest vor dem Teilen

Bevor Sie den Link verbreiten, öffnen Sie die Karte auf einem fremden Smartphone, idealerweise über eine Mobilfunkverbindung statt über Ihr WLAN. Prüfen Sie, ob Foto und Name sofort sichtbar sind, ob „Kontakt speichern“ die richtigen Angaben übernimmt und ob jede Schaltfläche dorthin führt, wohin sie soll. Bitten Sie anschließend eine Person, die Sie nicht gut kennt, in einem Satz zu sagen, was Sie anbieten. Gelingt das nicht, kürzen oder präzisieren Sie Ihr Kurzprofil, bis die Antwort stimmt.

Was Sie weglassen sollten

  • Ihre Privatadresse, sofern Kunden Sie dort nicht besuchen.
  • Veraltete Positionen, Nummern oder Angebote.
  • Lange Textblöcke – verlinken Sie stattdessen ein Dokument oder eine Webseite.
  • Behauptungen ohne Beleg, etwa „preisgekrönt“ ohne den Preis.

Die Checkliste im Überblick

ElementPflichtOptional
Name, Funktion, UnternehmenJa
Foto oder LogoJa
Zwei bis drei KontaktwegeJa
Schaltfläche „Kontakt speichern“Ja
Eine HauptaktionJa
Website und ein soziales ProfilJa
KurzprofilJa
Kundenstimmen, Dokumente, GalerieJa
Datenschutz- und Sichtbarkeitseinstellungen geprüftJa

Häufige Fragen

Wie viel Text sollte eine Online-Visitenkarte enthalten?

So wenig wie möglich. Name, Funktion, ein Kurzprofil in zwei Sätzen und klare Schaltflächen reichen meist aus. Details gehören in Dokumente oder auf Ihre Website.

Sollte ich meine private Mobilnummer angeben?

Nur, wenn jede Person, mit der Sie die Karte teilen, Sie darunter anrufen darf. Viele zeigen eine geschäftliche Nummer und blenden die private über die Kontaktanzeige aus.

Brauche ich ein Foto?

Für persönliche Karten ist es sehr zu empfehlen, weil man sich so besser an Sie erinnert. Für Team- oder Firmenkarten genügt ein Logo.

Wie oft sollte ich die Karte aktualisieren?

Bei jeder Änderung – und alle paar Monate gründlich prüfen. Da die Karte live ist, sehen alle, die den Link bereits haben, die Aktualisierung sofort.

Kann ich verschiedene Karten für verschiedene Zielgruppen anlegen?

Das ist möglich, meist ist eine gut gepflegte Karte aber die bessere Wahl. Für eine Kundenversion ist ein Passwortschutz oft einfacher als eine zweite Karte.

Nächster Schritt

Bereit für Ihre eigene Karte? Starten Sie mit der Online-Visitenkarte, wählen Sie die digitale Visitenkarte, wenn Sie meist persönlich teilen, oder die virtuelle Visitenkarte, wenn Sie vor allem per E-Mail und Videocall teilen.