Online-Visitenkarte oder eigene Website: Was brauchen Sie wirklich?
Von der Redaktion von Business Cards Online | Veröffentlicht am | Ratgeber
Online-Visitenkarte und eigene Website bringen Sie beide ins Netz, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben. So vergleichen Sie die beiden und treffen eine Entscheidung.
Eine Online-Visitenkarte ist eine einzelne mobile Seite, über die andere Ihre Kontaktdaten speichern und einen nächsten Schritt gehen können – geteilt per Link oder QR-Code. Eine persönliche Website besteht aus mehreren Seiten, erklärt Ihre Arbeit ausführlich und soll in Suchmaschinen gefunden werden. Die meisten brauchen zuerst die Visitenkarte, manche beides.
Die kurze Antwort
Wenn Sie nach einem ersten Kontakt – einem Telefonat, einem Termin, einem E-Mail-Wechsel – vor allem gut erreichbar sein möchten, erledigt eine Online-Visitenkarte diese Aufgabe mit deutlich weniger Aufwand. Wenn Sie ausführliche Inhalte veröffentlichen, über Suchmaschinen neue Interessenten gewinnen oder direkt über eigene Seiten verkaufen möchten, ist eine Website das bessere Werkzeug. Die beiden schließen sich nicht aus. Viele Selbstständige und Angestellte nutzen die Visitenkarte für das Kennenlernen und verlinken von dort auf ihre Website, wenn es um Details geht.
Wofür die beiden gedacht sind
Online-Visitenkarte
Eine Online-Visitenkarte ist ein Live-Profil unter einer eigenen Webadresse. Sie zeigt in der Regel Ihren Namen, Ihre Funktion, ein Foto oder Logo, Kontakt-Schaltflächen, Social-Media-Links und eine Schaltfläche „Kontakt speichern“, mit der Ihre Daten direkt im Adressbuch Ihres Gegenübers landen. Sie teilen die Karte per Link in einer Nachricht, als QR-Code auf Ihrem Bildschirm, in Ihrer E-Mail-Signatur oder in Ihrem Social-Media-Profil. Sie ist auf Tempo ausgelegt: Wer sie öffnet, soll innerhalb weniger Sekunden verstehen, wer Sie sind, und Sie kontaktieren können.
Wenn Sie noch keine Online-Visitenkarte eingerichtet haben, führt Sie unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung (auf Englisch) durch den gesamten Ablauf.
Persönliche Website
Eine persönliche Website ist eine Sammlung von Seiten unter einer Domain, über die Sie selbst verfügen. Sie kann eine Über-mich-Seite, Leistungen, Referenzen, die Sie veröffentlichen dürfen, Fachartikel, ein Kontaktformular und auf Wunsch einen Shop enthalten. Sie ist auf Tiefe und Auffindbarkeit ausgelegt: Besucher können sich dort zehn Minuten lang einlesen, und Suchmaschinen erfassen jede Seite einzeln.
Der direkte Vergleich
| Frage | Online-Visitenkarte | Persönliche Website |
|---|---|---|
| Hauptaufgabe | Sie leicht speicherbar und erreichbar machen | Ihre Arbeit ausführlich erklären und gefunden werden |
| Umfang | Eine mobile Seite | Mehrere Seiten |
| Wie Besucher kommen | Über einen Link oder QR-Code, den Sie teilen | Über Suchmaschinen, Verlinkungen und Ihr eigenes Teilen |
| Aufwand für die Einrichtung | Profil ausfüllen und Vorlage wählen | Seiten planen, Texte schreiben, Hosting und Domain wählen |
| Laufende Pflege | Angaben bei Änderungen anpassen | Inhalte, Software-Updates, Verlängerung von Hosting und Domain |
| Kontakt speichern | Eingebaut, meist mit einer Schaltfläche | Möglich, muss aber eigens eingerichtet werden |
| Kostenmodell | Je nach Anbieter; bei uns ein einmaliger Tarifpreis | Meist laufende Kosten für Hosting und Domain, dazu ggf. Erstellung |
Wann eine Online-Visitenkarte genügt
Eine Online-Visitenkarte allein reicht in der Regel aus, wenn:
- der Großteil Ihrer Aufträge aus persönlichen Kontakten, Empfehlungen oder Gesprächen entsteht,
- Ihr Gegenüber vor allem Ihre Daten speichern und nicht lange Texte lesen soll,
- Sie schnell etwas Funktionierendes brauchen und keine Zeit für eine komplette Website haben,
- sich Ihre Angaben ändern – neue Position, neue Nummer, neuer Buchungslink – und Sie sie an einer einzigen Stelle pflegen möchten,
- Ihr Unternehmen bereits eine Website hat und Sie nur ein persönliches Profil brauchen, das darauf verweist.
Bei den Tarifen, die wir anbieten, kann die Karte mehr als nur Kontaktdaten enthalten: Dokumente, Galerie, Produkte, selbst gesammelte Kundenstimmen und ein Blog-Bereich gehören zum Tarif Brand Presence. Der Tarif Business Add-ons ergänzt unter anderem Terminbuchungen, Anfrageformulare und Kontakt-Leads. Damit ist vieles abgedeckt, wofür sonst eine kleine persönliche Website gebaut wird. Den vollständigen Funktionsumfang finden Sie auf der Seite zur Online-Visitenkarte.
Wann Sie zusätzlich eine Website brauchen
Eine Website lohnt den Mehraufwand, wenn:
- Sie von Menschen gefunden werden möchten, die nach Ihrer Leistung suchen, und bereit sind, dafür hilfreiche Seiten zu schreiben,
- Sie umfangreiche Inhalte veröffentlichen: Fachartikel, Studien, ausführliche Portfolios oder Kurse,
- Sie volle Kontrolle über Gestaltung, Aufbau und Domainnamen benötigen,
- Sie direkt über eigene Seiten verkaufen, mit einem Shop- oder Buchungssystem Ihrer Wahl.
Selbst dann ersetzt die Website die Visitenkarte selten. Wer nach einem Termin nur Ihre Startseite erhält, muss Ihre Telefonnummer erst suchen. Mit der Visitenkarte speichert er sie in einem Schritt – und Ihre Website ist nur eine Schaltfläche entfernt.
Beides zusammen nutzen
Am häufigsten ist eine einfache Aufteilung: Die Online-Visitenkarte teilen Sie, auf der Website finden Interessenten die Details. Damit beides gut zusammenspielt:
- Fügen Sie der Karte eine gut sichtbare Schaltfläche „Website“ hinzu – am besten mit Link auf die passende Unterseite statt auf die Startseite.
- Verlinken Sie Ihre Karte auf der Kontaktseite Ihrer Website, damit Besucher Ihre Daten speichern können.
- Verwenden Sie auf beiden dasselbe Foto, denselben Namen und dieselbe Berufsbezeichnung.
- Halten Sie die Angaben synchron. Ändert sich Ihre Nummer oder Position, passen Sie beides am selben Tag an.
Was auf die Karte selbst gehört, zeigt unsere Checkliste für Ihre Online-Visitenkarte.
In fünf Minuten entscheiden
Beantworten Sie drei Fragen ehrlich:
- Woher kommen Ihre neuen Kontakte? Überwiegend aus Empfehlungen und Gesprächen spricht für die Karte, überwiegend aus der Suche für eine Website.
- Was sollen Interessenten als Nächstes tun? Nummer speichern, Termin buchen oder anfragen passt zur Karte. Ihre Gedanken ausführlich lesen passt zur Website.
- Wie viel Zeit können Sie monatlich investieren? Ein paar Minuten passen zur Karte, ein paar Stunden zur Website.
Zeigen zwei oder mehr Antworten auf die Karte, beginnen Sie dort. Eine Website können Sie später ergänzen und verlinken. Gerade Freiberufler und Berater decken mit der Karte oft den Großteil ihres Bedarfs ab – mehr dazu in unserem Beitrag Online-Visitenkarten für Freiberufler und Berater.
Häufige Fragen
Kann eine Online-Visitenkarte eine Website ersetzen?
Für manche ja – vor allem, wenn Aufträge über Empfehlungen statt über die Suche entstehen und die Karte Leistungen, Dokumente und ein Kontaktformular enthält. Wenn Sie für viele Themen in Suchmaschinen erscheinen oder lange Artikel veröffentlichen möchten, ist eine Website das bessere Werkzeug.
Erscheint eine Online-Visitenkarte bei Google?
Das ist möglich, aber nicht ihr Zweck. Betrachten Sie die Karte als etwas, das Sie direkt teilen. Wenn Auffindbarkeit wichtig ist, bauen Sie eine Website mit Seiten zu den Fragen Ihrer Kunden.
Brauche ich für die Online-Visitenkarte eine eigene Domain?
Nein. Der Anbieter stellt Ihrer Karte eine eigene Webadresse bereit. Verlinken können Sie sie trotzdem von Ihrer Domain aus.
Was ist schneller eingerichtet?
Die Online-Visitenkarte. Sie füllen ein Profil aus, wählen eine Vorlage und teilen den Link. Eine Website erfordert Planung, Texte und Hosting.
Kann ich meine Website auf der Karte verlinken?
Ja, als Schaltfläche oder Link. Ein Verweis auf eine bestimmte Unterseite, etwa Ihre Leistungen, funktioniert meist besser als die Startseite.
Nächster Schritt
Ist die Karte der richtige Einstieg, vergleichen Sie die Online-Visitenkarte zum Teilen per Link, die digitale Visitenkarte für persönliche Begegnungen und die virtuelle Visitenkarte für E-Mail-Signaturen und Videocalls. Alle drei nutzen dasselbe Live-Profil und dieselben zwei Einmal-Tarife.